Boxweltmeister und Schirmherr Marco Huck besucht Workshop für Jugendliche
Ende November besuchte Marco Huck unseren Selbstverteidigungs-Workshop in der Kampfsportschule Köpenick e.V. Die Jugendlichen waren begeistert, ihm in einer Fragerunde sportliche und persönliche Fragen zu stellen.
Marco Huck ist WBO-Weltmeister im Cruisergewicht und Botschafter für unser Projekt "Erste Hilfe bei Gewalt". Ende November war der Box-Champion bei einem unserer Workshops zu Gast, an dem Jugendliche im Alter zwischen 13 und 18 Jahren teilnahmen. Der Besuch des Cruisergewichtlers war sozusagen das Highlight des vierteiligen Arbeitskreises. Zuvor hatten die Jugendlichen unter der professionellen Anleitung von Projekt-Trainer Michael Behrendt vermittelt bekommen, gefährliche Situationen zu analysieren, Eskalationen zu vermeiden und sich mit einstudierten Griffen selbst zu verteidigen.
In Berlin-Köpenick stellten die Teilnehmer dann Fragen an den Box-Weltmeister. Dabei interessierte die Jugendlichen natürlich vor allem der sportliche Werdegang des 27-Jährigen. Noch aufmerksamer hörten sie aber zu, als Marco Huck aus seiner eigenen Zeit als Jugendlicher erzählte. "Ich hatte Glück", so Huck, "ich war immer einer der Größeren in der Schulklasse. Aber ich mochte es nie, wenn andere die Schwächeren geärgert haben. Dann habe ich versucht, zu helfen."
Sein Rat: "Das wünsche ich mir eigentlich immer. Wenn jemand in Gefahr ist, dann sollte man versuchen, ihm zu helfen oder zumindest Hilfe zu holen." Natürlich gab es auch die Frage, ob er als Privatmensch brutal sei. "Nein, ganz und gar nicht", verriet der Cruisergewichts-Weltmeister. "Wenn ich im Ring stehe, dann wird es hart, doch da gibt es Regeln. Außerhalb des Sports setze ich meine Fäuste nicht ein, das wäre unfair. Im Gegenteil, ich bin sehr auf Harmonie bedacht."
Theresa Schulze, die Projektleiterin bei "Erste Hilfe bei Gewalt" war begeistert: "Für die Jugendlichen war der Besuch von Marco Huck sehr aufregend. Es kam gut an, wie authentisch und offen er ihnen begegnete und dass er alle Fragen beantwortete, auch wenn sie sein persönliches Leben betrafen. Auf die Frage, was er denn macht, wenn er mal einen schlechten Tag hat, antwortete er, dass er dann zum Training geht, um sich abzureagieren. Das hat den Jugendlichen noch mal gezeigt, wie wichtig Sport sein kann, um Probleme zu bewältigen."
Sie fuhr fort: "Das Hauptziel der Workshops ist es, die Jugendlichen sicherer und selbstbewusster zu machen und ihnen Handlungsalternativen aufzuzeigen. Diesmal ging es ja um Selbstverteidigung und das Verhalten in Gefahrensituationen. Hierfür haben die Jugendlichen erste Tricks und Griffe eingeübt. Wir wollten den Mädchen und Jungs aber auch zeigen, dass man gefährlichen Situationen entgehen kann, bevor es zu Handgreiflichkeiten kommt. Hierbei kann es zum Beispiel wichtig sein, auf das eigene Bauchgefühl zu hören."


